Müller Wipperfürth: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Geschichte Leichlingen
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Ergänzend hierzu ein Auszug aus "Kennt ihr sie noch die Leichlinger" von Josef Herweg:
Ergänzend hierzu ein Auszug aus "Kennt ihr sie noch die Leichlinger" von Josef Herweg:


"Am 1. Juli 1867 rauchte wohl zum ersten Mal "de Simons Kamin" und brachte durch klappernde Webstühlte einen bis dahin unbekannten Ton ins Dorf. Die Mechanische Weberei für wollene und halbwollene Stoffe beschäftigte 200 Webstühle, wenn auch eine große Zahl Stühle leer stand. Es fehlte an Personal, und 1880 wurde in einer Zeitung noch nach Weberinnen gesucht. Heute, nach über 100 Jahren klappert kein Webstuhl mehr, es werden keine Weberinnen gesucht, und der Kamin raucht auch nicht mehr, ja, man findet keinen Stein mehr von der "Simons Fabrik". Doch über all die Jahre gab sie vielen Menschen Arbeit und Brot Im Sommer begann die Arbeit in der Fabrik schon um 6 Uhr. Um 12 Uhr wurde eine Pause von anderthalb Stunden eingelaegt, dann ging es weiter bis 19.30 Uhr abends, bis die Sirene Feierabend "tüüden..."
"Am 1. Juli 1867 rauchte wohl zum ersten Mal "de Simons Kamin" und brachte durch klappernde Webstühlte einen bis dahin unbekannten Ton ins Dorf. Die Mechanische Weberei für wollene und halbwollene Stoffe beschäftigte 200 Webstühle, wenn auch eine große Zahl Stühle leer stand. Es fehlte an Personal, und 1880 wurde in einer Zeitung noch nach Weberinnen gesucht. Heute, nach über 100 Jahren klappert kein Webstuhl mehr, es werden keine Weberinnen gesucht, und der Kamin raucht auch nicht mehr, ja, man findet keinen Stein mehr von der "Simons Fabrik". Doch über all die Jahre gab sie vielen Menschen Arbeit und Brot Im Sommer begann die Arbeit in der Fabrik schon um 6 Uhr. Um 12 Uhr wurde eine Pause von anderthalb Stunden eingelegt, dann ging es weiter bis 19.30 Uhr abends, bis die Sirene Feierabend "tüüden..."
 





Version vom 17. August 2026, 11:16 Uhr

1866 kam die Weberei Simons & Frohwein nach Leichlingen. Carl Alexander Simons und Paul Frowein hatten das Bauland für ihr Werk von der Evangelischen Gemeinde gekauft.

Das Unternehmen wurde in den 1950er Jahren von der Müller-Wipperfürth AG übernommen und bestand bis 1978.

Insgesamt umfasste die Werkfläche 1.700 Quadratmeter mit Färberei und Weberei.

Diese beschäftigte um 1955 ganze 634 Mitarbeiter und 135 Büroangestellte, verbrauchte 20 Tonnen Kohle Primärenergie und produzierte täglich rund 9.000 Meter Fertigware

Über 100 Jahre war die Firma ein bedeutener Arbeitgeber in Leichlingen und die Gebäude insbesondere der Schornstein „Dä Simons Kamin“ prägten das Stadtbild.

Auf dem Gelände steht heute das Brückerfeld .


Ergänzend hierzu ein Auszug aus "Kennt ihr sie noch die Leichlinger" von Josef Herweg:

"Am 1. Juli 1867 rauchte wohl zum ersten Mal "de Simons Kamin" und brachte durch klappernde Webstühlte einen bis dahin unbekannten Ton ins Dorf. Die Mechanische Weberei für wollene und halbwollene Stoffe beschäftigte 200 Webstühle, wenn auch eine große Zahl Stühle leer stand. Es fehlte an Personal, und 1880 wurde in einer Zeitung noch nach Weberinnen gesucht. Heute, nach über 100 Jahren klappert kein Webstuhl mehr, es werden keine Weberinnen gesucht, und der Kamin raucht auch nicht mehr, ja, man findet keinen Stein mehr von der "Simons Fabrik". Doch über all die Jahre gab sie vielen Menschen Arbeit und Brot Im Sommer begann die Arbeit in der Fabrik schon um 6 Uhr. Um 12 Uhr wurde eine Pause von anderthalb Stunden eingelegt, dann ging es weiter bis 19.30 Uhr abends, bis die Sirene Feierabend "tüüden..."


Arbeiterinnen in den 1930er Jahren.

Beide Fotos : Markus Luigs

In einer Mittagspause haben sich zwölf Weberinnen 1928 zum Foto gestellt.Von links: Jung Johanne, Wolter Anna, verheiratete Löhr, Evertz Lisbeth, verheiratete Ort, nach einer Unbekannten Wolter Maria, verheiratete Rotterdam und noch zwei Unbekannte. Vorne sitzen Kuhlen Ida, Frau Pilgram, Ohligschläger Alma, und einer "Namenlosen" folgt Martha Tillmanns." Sammlung: Josef Herweg
Spulen und Weben bei Simons und Frohwein, Sammlung: Josef Herweg



Simons & Frohwein, Sammlung: Josef Herweg
Simons & Frohwein, Sammlung: Josef Herweg

Ca. 1955 Postkarte : Karl Kröte


"Simons Kamin" wurde am 23.10.1979 gesprengt (Anm. "Et Kleen")

Alle Fotos bis hier von Dr. Stefan Redlin.

1982 feierte die Feuerwehr auf dem Gelände ihr 100 Jähriges bestehen.

Letzten 4 Fotos von Bernd Weißhaupt.

Weiter Bilder zum Fest 100 Jahre Feuerwehr Leichlingen finden sie hier : "100 Jahre Feuerwehr Leichlingen"